Klettern

Eine Frau klettert in einer Kletterhalle, ihr Partner sichert sie. | © DAV / Julian Rohn
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Mit Verantwortung an der Wand

Klettern und Bouldern machen Spaß, fordern Körper und Kopf – und bringen ein gewisses Risiko mit sich. Damit dieser Sport für alle sicher ist, braucht es nicht nur gute Ausrüstung, sondern vor allem Aufmerksamkeit, Rücksicht und Eigenverantwortung.
Die Sicherheit unserer Besucher*innen ist uns besonders wichtig. In unseren Hallen gelten deshalb klare Regeln. Sie helfen, Unfälle zu vermeiden und sorgen dafür, dass alle sicher und unbeschwert trainieren können – vom Einsteiger bis zur erfahrenen Kletterer*in.

Im Rahmen der Aktion „Sicher Klettern“ des DAV wurden Hallenregeln, Kletterregeln und Boulderregeln festgelegt. Die Regeln sind eine der Maßnahmen, um die Sicherheit in den Hallen zu erhöhen. Bitte nimm dir einen Moment Zeit, die Hallenregeln aufmerksam zu lesen. Denn deine eigene Sicherheit beginnt mit deinem Verhalten.

Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer eins: Du hast Verantwortung | © DAV
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  • Du benutzt die Kletter- und Boulderhalle eigenverantwortlich! Der Betreiber führt keine Kontrollen durch.
  • Klettern und Bouldern bergen erhebliche Sturzgefahren: Du kannst dich oder andere schwer oder tödlich verletzen.
  • Schau hin, wenn Fehler passieren: Sprich sie an!

 

Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer zwei: Fairness und Rücksichtnahme | © DAV
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  • Nimm Rücksicht und gefährde niemanden. 
  • Passe dein Verhalten der jeweiligen Situation an. 
  • Vermeide bei hoher Auslastung langes Ausbouldern, Reservieren von Routen und unnötige Stürze. 
  • Auf ausgewiesenen Kletterlinien bleiben.
  • Lass den Sichernden ihren Aktionsraum.
  • Vermeide unnötigen Magnesiaverbrauch. 
  • Klettere oder bouldere nur mit geeigneten Schuhen und Bekleidung/nicht oberkörperfrei.
Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer vier: Hindernisse wegräumen | © DAV
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  • In der Kletter- oder Boulderhalle können Gegenstände herabfallen.
  • Gefahr besteht auch dann, wenn du nicht selbst kletterst oder boulderst.
  • Beachte den möglichen Sturzraum über dir.
  • Auch im Fitness- und Trainingsbereich kannst du dich oder andere verletzen. 
Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer drei: Gefahrenraum | © DAV
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  • Kletter- und Boulderbereiche sowie Fitness- und Trainingsbereiche immer frei von Gegenständen wie Rucksäcken, Trinkflaschen und ähnlichem halten. 
  • Lasse die Einrichtung dort, wo sie steht (Tische, Bänke etc.).

 

Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer fünf: Bei Unfällen helfen | © DAV
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  • Jede*r ist zur Hilfeleistung verpflichtet. Informiere unverzüglich das Hallenpersonal. 
  • Auf Anfrage Personalien bekannt geben.
Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer neun: Alkohol- und Drogenverbot | © DAV
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  • Beschädigte Wandbereiche, Karabiner oder Expressschlingen und beschädigte oder lose Griffe unverzüglich melden. Veränderungen sind untersagt. 
  • Schäden, Mängel, Defekte und auffällige Geräusche bei Selbstsicherungsautomaten sofort melden.
  • Routensperrungen beachten.
Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer acht: Gefahr durch Schmuck und lange Haare | © DAV
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  • Kinder beaufsichtigen.
  • Spielen in den Kletter- und Boulderbereichen ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
  • Minderjährige ab 14 Jahren dürfen nur mit Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten unbeaufsichtigt klettern und trainieren. 
Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer zehn: Handy, Musik und Tiere stören | © DAV
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  • Schmuck kann hängen bleiben und dich verletzen.
  • Lange Haare zusammenbinden: Sie können sich im Sicherungsgerät verfangen.
  • Lasse den Chalkbag beim Bouldern am Boden oder hänge ihn dir ohne Karabiner um.

 

 

 

Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer sechs: Beschädigungen melden | © DAV
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  • Nach Alkohol- und Drogenkonsum nicht klettern und Bouldern.
  • Rauchen ist verboten – auch im Außenbereich.
Hallenregeln für Klettern vom DAV. Regel Nummer sieben: Die Kletterhalle i kein Spielplatz | © DAV
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  • Handys lenken ab und können herunterfallen.
  • Kopfhörer beeinträchtigen deine Aufmerksamkeit.
  • Die Mitnahme von Tieren ist nicht erlaubt. 
Kletterregel Nummer ein: Team-Setup zu Beginn festlegen | © DAV
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  • Gewichtsunterschied klären, geeignete Maßnahmen treffen
  • Sicherungskompetenz und Tagesform berücksichtigen
  • Kommunikationsregeln vereinbaren
  • Klettermaterial prüfen
Kletterregel Nummer zwei: Partnercheck vor jedem Start | © DAV
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Gegenseitige Kontrolle mit Augen und Händen:

  • Anseilknoten und Anseilpunkt
  • Sicherungskarabiner
  • Sicherungsgerät-Blockiertest
  • Gurt und Gurtverschlüsse
  • Seilende abgeknotet
Kletterregel Nummer drei: Nur mit vertrauten Geräten sichern | © DAV
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  1. Halbautomaten bieten zusätzliche Sicherheit
  2. Bremshandprinzip: eine Hand umschließt immer das Bremsseil
  3. Korrekte Position der Bremshand beachten
  4. Karabiner, Seil und Sicherungsgerät passen zusammen
Kletterregel Nummer vier: volle Aufmerksamkeit beim Sichern | © DAV
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  • Kein Schlappseil 
  • Richtigen Standort nahe der Wand wählen
  • Partner beobachten
  • Sicherungsbrillen unterstützen die Aufmerksamkeit
Kletterregel Nummer fünf: Sturzraum freihalten | © DAV
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  • Gefahrenzone für Kollisionen großzügig einschätzen
  • Am Boden genügend Abstand zur Falllinie von Kletternden
  • In der Route genügend Abstand zu anderen Kletternden
  • Pendelstürze berücksichtigen
Kletterregel Nummer sechs: Alle Zwischensicherungen richtig einhängen | © DAV
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  • Einhängen aus stabiler Position
  • Stürze beim Klippen vermeiden – Bodensturzgefahr!
  • Korrekten Seilverlauf im Karabiner beachten
  • Nicht hinter das Seil steigen
Kletterregel Nummer sieben: Toprope nur an vorhergesehenen Umlenkungen einhängen | © DAV
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  • Kein Toprope an einzelnem Karabiner
  • Toprope in stark überhängenden Routen nur mit eingehängten Zwischensicherungen
  • Prüfen, ob der richtige Seilstrang im Sicherungsgerät eingelegt ist
Kletterregel Nummer acht: Vorsicht beim Ablassen | © DAV
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  • Partner langsam und gleichmäßig ablassen
  • Auf freien Landeplatz achten
  • Nie zwei Seile in einen Umlenkkarabiner einhängen
  • Kommunikation am Umlenkpunkt
Kletterregel Nummer neun: Aufwärmen vor dem Start | © DAV
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  • Intensität langsam steigern
  • Locker ausklettern, abwärmen
  • Verletzungen ausheilen
Kletterregel Nummer zehn: Sei dir deiner Verantwortung bewusst | © DAV
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  • Sei selbstkritisch und offen für Feedback
  • Sprich Fehler an, auch die Anderer
  • Halte dich auf dem neuesten Stand
  • Nimm Rücksicht auf Andere

Selbstsicherung

Kletterwand mit Selbstsicherungsautomaten  | © DAV AB
© DAV AB

Klettern am Selbstsicherungsautomaten - Das musst du beachten!

Eure Sicherheit liegt uns am Herzen! 

Da bei dem Selbstsicherungsautomat in unserer Kletterhalle kein Partnercheck im herkömmlichen Sinne möglich ist, ist es wichtig, dass jede*r Kletterhallenbesucher*in die hier vorgestellten Hinweise zur korrekten Benutzung befolgt und ernst nimmt. Das bedutet auch, dasd eine ausreichende Erfahrung im Klettern vorhanden sein muss!

Klettern an Selbstsicherungsautomaten - Das musst du beachten!

  • Lege die Einstiegsbarriere sauber auf den Boden!
  • Hänge den Karabiner korrekt an deinen Anseilring und überprüfe ob der Karabiner richtig verschlossen ist!
  • Ziehe das Band nach unten und überprüfe ob der Sicherungsautomat dieses automatisch einzieht!
  • Klettere nur in der vorgesehenen Linie unter dem Gerät und weiche nicht nach links oder rechts aus (Pendelgefahr!). Außerdem klettere nicht bis auf die Höhe des Gerätes oder sogar darüber hinaus!
  • Schlappseil unbedingt vermeiden!
  • Oben angekommen: Check eingebunden? Ist der Sturzraum frei? Kontrolliert reinsetzen und beim Ablassen nicht stark von der Wand abstoßen und Pendeln vermeiden

Hinweise:

  • Beachte den zugelassenen Gewichtsbereich des Selbstsicherungsautomaten!
  • Wenn das Band während des Kletterns nicht wie vorgesehen eingezogen wird: Ruhe bewahren! Entweder an der Wand (Exe) sichern und nach Unterstützung rufen oder bedacht wieder nach unten klettern. Der Ablassvorgang sollte nach Herstellerangaben dennoch funktionieren.
  • Bei jeglichen Auffälligkeiten unverzüglich das Hallenpersonal informieren.
Klettern mit Selbstsicherungsautomat | © DAV
© DAV

Bouldern

Kletterwand | © DAV AB
© DAV AB

Klettern und Bouldern machen Spaß, fordern Körper und Kopf – und bringen ein gewisses Risiko mit sich. Damit dieser Sport für alle sicher ist, braucht es nicht nur gute Ausrüstung, sondern vor allem Aufmerksamkeit, Rücksicht und Eigenverantwortung.
Die Sicherheit unserer Besucher*innen ist uns besonders wichtig. In unseren Hallen gelten deshalb klare Regeln. Sie helfen, Unfälle zu vermeiden und sorgen dafür, dass alle sicher und unbeschwert trainieren können – vom Einsteiger bis zur erfahrenen Kletteri*n.

Im Rahmen der Aktion „Sicher Klettern“ des DAV wurden Hallenregeln, Kletterregeln und Boulderregeln festgelegt. Die Regeln sind eine der Maßnahmen, um die Sicherheit in den Hallen, zu erhöhen. Bitte nimm dir einen Moment Zeit, die Hallenregeln aufmerksam zu lesen. Denn deine eigene Sicherheit beginnt mit deinem Verhalten.

Sicher bouldern - unsere Boulderregeln

  • Intensives Aufwärmen schützt Muskeln, Bänder und Sehnen
  • Aufwärmen nur in geeigneten Bereichen
  • Nicht unter Bouldernden aufhalten
  • Keine Gegenstände liegen lassen
  • Nicht zu eng nebeneinander oder übereinander bouldern
  • Landezone großzügig Einschätzen
  • Richtig spotten lernen
  • Nur bei Bedarf spotten
  • Gewichtsunterschiede beachten
  • Abklettern geht vor Abspringen
  • Gekennzeichnete Ausstiege nützen
  • Abspringen und landen lernen
  • Landen mit möglichst geschlossenen Füßen und – falls nötig – abrollen
  • Die Matte ist kein Spielplatz!
  • Aufsichtspflicht wahrnehmen
  • Maximale Höhe individuell definieren
Boulderregeln zum sicher bouldern | © DAV
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Fakten

Dekoratives Panoramabild der Kletterhalle | © DAV AB
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Klettern:

  • 13m höhe mit über 1.200m² Kletterfläche
  • über 50 Linien
  • über 150 Routen von 3+ bis 10-
  • 3 Perfektdesent Selbstsicherungs Automaten mit 18 Routen
  • 5 Topropestationen
  • Schulungsbereich

Bouldern:

  • bis 4,5m auf zwei Ebenen mit über 400m² Boulderfläche
  • von bis FB 1-8a

Trainieren:

  • Systemwand
  • Campusbord
  • Steckbrett
  • Trainingsbereich